18.01.2012
Was werden unsere Enkel einst über uns denken,wenn sie das Jahr 2011 hören und über den damit verbundenen Beginn des Zusammenbruches der Euro-Zone reden, über die EU-Mächtigen und ihre hilflosen Versuche ihre „künstliche Einheitswährung“ mit den Geldern ihrer Untertanen am Leben zu halten. Werden sie in einer Welt leben, wo sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang für die Banken schuften dürfen, da sie und ihr Eigentum durch die gewissenlose Duldung der Verschuldungspolitik durch ihre Mütter und Väter in den Besitz der Banken überging als die Schulden fällig wurden?
Eine so stark forcierte Umverteilung des Geldes vom fleißig arbeitenden Steuerzahler zum „mühelos“ durch willkürliche Geldschöpfung und dessen Verleih auf Zins und Zinseszins, sowie Finanzspekulationen verdienenden Angehörigen des internationalen Finanzadels fand selbst zum Zeitpunkt der Finanzkrise 2008 mit ihrer ersten Bankenrettung nicht statt. Die Bundesregierung beschloss Garantien für den Euro-Rettungsschirm in Höhe von 211 Mrd. Euro – das sind drei Viertel des Bundeshaushalt von 2011 Zum Vergleich: die jährlichen Ausgaben für wirklich „zukunftsträchtige Energien“ wie Bildung und Forschung betragen gerade einmal 11 Mrd. Euro. Die Liste der vom Staatsbankrott betroffenen EURO-Staaten ist lang: von den 17 Mitgliedern sind 12 unmittelbar davon betroffen. Im Angesicht dieser auf die wenigen noch zahlungsfähigen Staaten zukommenden Summen verkommt die Euro-Rettung eher zur Insolvenz-Verschleppung. Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen stuften internationale Rating- Agenturen des Finanzkapitals die Kreditwürdigkeit des vorher noch als scheinbar sicheren Staates Frankreich herab. Das Geld zur vermeintlichen Euro-Rettung ist gar nicht in unserem Besitz– wir leihen es uns von den Großbanken und führen es doppelt und dreifach an sie ab, da wir auch für ihre offenen Posten in bankrotten Euro-Ländern wie Griechenland, Portugal, Spanien, Irland, Italien etc. aufkommen dürfen.
Das plötzliche Auftauchen einer „dreiköpfigen Zwickauer Neo-Nazi-Terrorzelle“ mit dem wohl plakativsten vorstellbaren Namen „National-sozialistischer Untergrund“, welche mit Rückendeckung oder unter Aufsicht des Verfassungsschutzes Morde an neun ausländischen Imbissbetreibern und einer Polizistin begangen haben sollen, kommt den BRD-Politikdarstellern wie gerufen. Während aus den Trümmern des völlig abgebrannten Hauses der beiden schweigenden, da toten Verdächtigen Uwe B. und Uwe M. ein Beweis nach dem anderen für die Täterschaft des Bankräuber-Trios produzieret wird, saugen sich die hohe Politik und ihre „Avantgarde an vorderster Front“, die deutschen Medien, Indizien für eine Verbindung der NSU zur NPD aus den Fingern. Gleich ob 15 Jahre alte Fotos von Beate Z. und Uwe B. auf einer Demonstration 30 Meter vom jetzigen NPD- Parteivorsitzenden Holger Apfel entfernt oder Kontakte über drei Ecken zu ehemaligen oder kleineren NPD- Funktionären, für keine Verleumdung ist sich die Presse zu Schade. Folgte man der Logik der Medien, müsste man gleichwohl die Jugendzeitschrift Bravo indizieren, da Beate Z. sie auf einem der veröffentlichten Fotos liest oder die internationale Freimaurerei verbieten, da der Norwegen-Attentäter Anders Breivik ein kleines Mitglied in einer norwegischen Freimauer-Loge war. Vielleicht existieren ja auch Aufnahmen von ihm, wie er bei McDonalds diniert– die Mittäterschaft der Fast-Food-Kette wäre sofort erwiesen…Einen besonders heuchlerischen Anstrich bekommt die ganze Hatz dadurch, das nicht wenige BRD-Politiker von SPD bis zur Grünen, die heute mahnend den Zeigefinger gegen den angeblichen Rechtsterrorismus erheben, zu ihren Studentenzeiten offen mit der linksextremen und terroristisch in einer völlig anderen Liga spielenden RAF sympathisierten.
2011 – 211 Milliarden neue Sargnägel und lachende „Bankster“
Es gibt viele Menschen in Deutschland, die glauben, unsere Politiker aus dem schwarz-gelb-rot-grünen Parteienkartell könnten unsere Probleme nicht mehr lösen und hätten nur noch das Mittel der geschickten Ablenkung mithilfe der Medien, ohne das sie den Bürger nicht mehr bei der Stange halten könnten. Selbst die Bankenkrise von 2008 ist nicht vergleichbar mit den Auswirkungen auf den bundesdeutschen Steuerzahler, den die aktuelle Eurokrise nehmen wird. Eines haben beide Krisen gemein: der Steuerzahler wird für die Zahlungsausfälle der Banken zur Kasse gebeten, die in ihren Spekulationsgeschäften zu hoch gepokert hatten. Wie üblich beschloss die Bundesregierung über die Köpfe der eigenen Bürger hinweg die Unterstützung des Euro-Rettungsschirms mit Garantien von 211 Milliarden Euro – ein Freifahrtsschein für die völlig überschuldeten 12 von 17 EURO-Ländern und ihre Gläubiger, die Banken. Die Befehlsgeber in Brüssel streben unterdessen die Ausweitung der deutschen Hilfszahlungen auf 1 Billionen Euro an – das Dreifache des Bundeshaushalts 2010 und die knappe Hälfte unserer Staatsverschuldung! Glaubt man nun die durch den internationalen Geldadel gesteuerten Finanzmärkte damit milde gestimmt zu haben, so wird man schnell eines Besseren belehrt: Rating- Agenturen, die mit ihren Bewertungen zur Kreditwürdigkeit maßgeblich das Verhalten von Investoren und Gläubigern beeinflussen, stuften prompt die Bonität Frankreichs herab. Man merke, eines der Länder, die ähnlich wie Deutschland als verhältnismäßig sicher galten. Auf die gleiche Weise gelang es auch den Staatsbankrott Griechenlands zu beschleunigen, der Beginn des Domino-Effektes. Denken Sie nicht, wir könnten uns beliebig viel Geld bei den Banken borgen, denn im Gegensatz zu diesen, haften wir für unsere Schulden, so absurd es klingen mag, mit „Mensch und Natur“, sprich Arbeitskraft und Bodenschätzen.
Nichts hat uns so sehr vor Augen geführt, dass das gegenwärtige Finanzsystem und sein Steigbügelhalter, die Eurokratur aus Brüssel mit ihrer Geldschöpfung ohne Gegenwert, den Spekulationsgeschäften gieriger Heuschrecken und seinem Credo vom ständigen Wachstum unweigerlich dem Untergang geweiht sind, wie die aktuellen Ereignisse rund um die europäischen Staaten und ihre aufgezwungene Kunstwährung „den Euro“.
Die ohne Einbeziehung des Volkes verabschiedeten Milliarden-Rettungspakete aus Steuergeldern, die in ihrer Summe den Bundeshaushalt bei Weitem übersteigen, sollen nun das Währungskonkubinat Euro „um jeden Preis“ (EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso) retten. Nun rechnete jeder damit, dass sich die Banken bzw. die Finanzmärkte dafür erkenntlich zeigen, dass die anderen EU-Staaten für ihre Forderungen an Griechenland aufkommen, jedoch war das Gegenteil der Fall. Prompt reagierte das System des Finanzkapitals mit seinen Rating-Agenturen mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des vermeintlich krisensicheren Frankreichs. Die Frage nach einem Kollaps ist keine Frage nach dem wie, sondern nur noch nach dem wann. Man merke: 12 von 17 EURO-Staaten darunter Portugal, Spanien, Italien, Irland etc. stehen ebenfalls kurz vor dem Staatsbankrott. Als ein geschicktes Ablenkungsmanöver anhand dieser anders nicht mehr zu verschleiernden Entwicklung, die unzweifelhaft den weiteren Sozialabbau und das Auseinanderklaffen von arm und reich beschleunigen wird, ist die mediale Kampagne um das vermeintliche „Killernazi-Trio“ aus Zwickau zu bewerten. Die schon zu politisch aktiven Zeiten unter der Ägide des als V-Manns enttarnten Tino B. geführten Tatverdächtigen Uwe M., Uwe B. und Beate Z., von denen nur noch Beate Z. Licht ins Dunkel bringen könnte, sollen zwischen 2000 und 2007 neun ausländische Imbissinhaber und eine Polizistin ermordet haben. So tragisch und dubios diese Todesfälle auch sind, wären sie Opfer von Milieu-Streitereien, hätte maximal einen kleine Nebenspalte im Polizeibericht an sie erinnert. Während zeitnahe Bekennerschreiben, Videobotschaften und politische Forderungen für echte Terroristen typisch erscheinen, kommt die Propaganda in diesem Falle aus der Politik und von den Medien. Als Zielscheibe: die NPD, der man mit aller Macht Verbindungen zu den Zwickauer Kriminellen anhängen will. Komischerweise hat man sich mit der NPD, die einzige Partei in Deutschland ausgesucht, die sich konsequent gegen die Banken- und Eurorettung positioniert und eine Wiedereinführung der D-Mark fordert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Finanzmärkte überstanden 2002 und 2003 Kursabfälle der meisten Börsenpaiere von 65% bis 80 % relativ unbeschadet und auch Argentinien zeigte 2001, dass man mit der Rückkehr zur eigenen Währung gestärkt aus einem Staatsbankrott herausgehen kann. Eine Rückkehr zur D-Mark kann man mit Kosten von rund 60 Milliarden Euro beziffern – ein Bruchteil der Gelder, die in den Euro-Rettungsschirm fließen.
Wie sagte schon der pazifistische Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Mahatma Gandhi: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
Die Großbanken wussten von dem katastrophalen griechischen Staatshaushalt, hatten sie doch bei der Bilanzfälschung der Griechen mit Hand angelegt und so deren Eintritt in die Euro-Zone ermöglicht. Dies hinderte sie freilich nicht, den Griechen Kredite in Form von Staatsanleihen zu liefern, da diese mit Zinsen von bis zu 23,24 % äußerst lukrativ erschienen. Ein Bespiel gefällig? Mit 18 Milliarden Euro Steuergeldern wurde die Commerzbank in der Finanzkrise 2008 großzügig „gerettet“, nur um sich von Neuem in wilde Spekulationsgeschäfte zu stürzen. Dafür werden wir, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Kasse gebeten. Dass der die Kunsteinheitswährung Euro, welcher unterschiedlich starke Ökonomien in einen ungleichen Wettbewerb zwingt, seine erste Krise nicht überstehen wird, prophezeite der Nobelpreisträger für Wirtschaft, Milton Friedman bereits im Jahre 1999.